Filmvermittlung hoch 4
Vom Film lernen heißt filmisches Denken lernen. Ob als assoziatives Verfahren, das Zeit und Raum überbrückt, oder als filmanalytische Vorgehensweise – die Beschäftigung mit Film fördert nachweislich die Kreativität. In Frankreich und England bereits Gegenstand des kulturellen Alltags, setzt sich Filmvermittlung als Teil des Unterrichts an Schulen und Universitäten auch in Deutschland immer mehr durch. Einen Grundstein dazu legte die 2003 von der Bundeszentrale für politische Bildung mitinitiierte und verabschiedete Filmkompetenzerklärung. Eine zentrale Forderung lautete: Der intensive und kontinuierliche Austausch zwischen den Filmhochschulen, den Universitäten und Schulen muss zum Pflichtprogramm gemacht werden.
Mit der Verbindung von internationalen filmwissenschaftlichen Vorträgen, einem ausgewählten Filmprogramm sowie praxisorientierten didaktischen Vorträgen, Diskussionen und Workshops zur Filmkompetenz greift der Kongress »Vom Kino lernen« die Maßnahmenforderung der Filmkompetenzerklärung gezielt auf, um den in Deutschland bisher wenig gepflegten Austausch zwischen wissenschaftlichen Disziplinen und schulischer Bildungsarbeit in Bezug auf das Medium Film umzusetzen.
Die Hansestadt Bremen ist dabei Vorreiter: Am »Institut für Kunstwissenschaft und Kunstpädagogik«, am »Institut für Medien, Kommunikation, Information« sowie im Fachbereich »Didaktik des Deutschen und Neue Medien« der Universität Bremen wird zur Filmbildung geforscht. Das Kommunalkino Kino 46 sorgt mit seiner jährlichen Schulkinowoche und einer Filmreihe zum Zentralabitur Deutsch in Fachkreisen bundesweit für Aufmerksamkeit.
»Vom Kino lernen.« – Unter diesem Titel diskutieren vom 15. bis 19. Januar 2009 internationale Wissenschaftler, Filmexperten, Lehrer, Studenten und Interessierte in der Hansestadt neue methodische und didaktische Ansätze der Filmbildung. Veranstalter des Kongresses sind die Universität Bremen, das Kino 46 und die Bundeszentrale für politische Bildung.

