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über den Kongress
Filmpreis
Abschlusspresseerklärung
Kolloquium
Tagung
Vom Kino lernen.

Sektion III

Prof. Dr. Klaus Maiwald (Uni Augsburg, Didaktik der deutschen Sprache und Literatur)
Filmästhetik als Aufgabe und Potenzial ästhetischer Bildung

Wenn Spielfilm ein Teil schulischer Bildung werden soll, bedarf es ästhetischer Kategorien, mit denen Filme beobachtet werden können. Zu verorten sind diese Kategorien auf der Ebene des Visuellen, des Auditiven und des Narrativen. So können etwa Schnitt und Montage oder auch Kamerabewegung einen eher statischen oder einen eher dynamischen visuellen Raum erzeugen; die Dramaturgie kann eine realistische Illusionsbildung eher begünstigen oder eher unterlaufen; Gewalt kann nur angedeutet, ästhetisiert oder aber hyperrealistisch überzeichnet werden.
Für die Bewusstmachung solcher Effekte eignen sich besonders historisch weiter auseinander liegende Verfilmungen ein und des desselben Sujets, wie beispielsweise Emil und die Detektive in den Fassungen von 1930, 1954 und 2001 oder die Verfilmungen von The Postman Always Rings Twice von 1946 und 1981. Insbesondere in der Bildung von (Wert-)Urteilen über Filme sind der historische Wandel und die kulturelle Relativität solcher ästhetischer Standards zu reflektieren.
Prof. Dr. Klaus Maiwald, 1960 in Nürnberg geboren, habilitierte sich 2004 mit einer Arbeit über eine „Deutschdidaktik bilddominierter Medienangebote“. Seit 01.09.2006 Lehrstuhlinhaber für Didaktik der deutschen Sprache und Literatur in Augsburg.