Sektion I
Achim Barsch (Uni Kassel, Institut für Germanistik, Didaktik der Literatur und Medien) Konkrete Methoden zum Einsatz des Filmkanons im Curriculum
Da es DEN Filmkanon nicht gibt, müssen Kanonbegriff und Kanonproblematik angesprochen und mit der schulischen Kanonfrage verknüpft werden. In einem Überblicksreferat werden verschiedene Aspekte zum (Film-)Kanon vorgestellt, im Plenum diskutiert und auf die Unterrichtspraxis bezogen. In Bezug auf Schule sind das Filmwissen und die filmischen Präferenzen (Kultfilme von Jugendlichen; Genre-Vorlieben; geschlechtsspezifische Unterschiede) zu berücksichtigen. Gerade unter dem Aspekt von Sozialisation und Identitätsfindung kommt Filmen eine wichtige Bedeutung zu, an die Schule anknüpfen und darauf aufbauen kann.
Nach der Vorstellung, Sammlung und Diskussion von Methoden zum Einsatz des Filmkanons in der Schule werden in kleineren Arbeitsgruppen mit Blick auf das Curriculum einzelne Methoden tiefergehend besprochen. Die Ergebnisse werden im (Werkstatt-)Plenum vorgestellt und gemeinsam diskutiert.
Prof. Dr. Achim Barsch; Studium der Germanistik, Literaturwissenschaft, Geschichte und Philosophie an den Universitäten Münster und Bielefeld. Seit 2002 als Hochschullehrer im Fachgebiet Neuere deutsche Literaturwissenschaft/Literaturdidaktik an der Universität Kassel tätig. Arbeitsschwerpunkte: Literaturtheorie, Literatur- und Medienwissenschaft, Literaturdidaktik und Medienpädagogik, Popularkultur. In den letzten Jahren schloss er eine Studie zu ästhetischen Praxen Jugendlicher und zur Jugendkultur ab und arbeitete mit an einer Erhebung im Internet zum Spielfilmwissen von Abiturienten als Teilstudie einer bundesweiten Untersuchung.

