Interdisziplinäre didaktische Tagung
»Film als Teil schulischer Bildung«
Film ist in all seinen Spielarten zum narrativen Leitmedium junger Erwachsener geworden. Schülerinnen und Schüler wünschen sich nicht nur Zeit für die Behandlung von Filmen, sondern auch Filmgeschichte als Teil des Unterrichts. Dennoch gibt es derzeit keine nennenswerte Filmbildung an deutschen Schulen. Lehrerinnen und Lehrern fehlen die didaktischen Konzepte.
Vor diesem Hintergrund bietet die interdisziplinäre Tagung »Film als Teil schulischer Bildung« Anknüpfungspunkte für eine international ausgerichtete, fächerübergreifende Auseinandersetzung mit Filmbildung in der schulischen und außerschulischen Praxis.
Drei Schwerpunkte stehen dabei im Mittelpunkt: »Filmkanon als Teil der Film- geschichte«, »Geschichte der Filmtechnik im Spielfilm« sowie »Filmästhetik im Spiegel der Filmgeschichte«. In moderierten Werkstätten können die Teilnehmer ihre fachdidaktischen Zugänge zum Thema erweitern und ihre Vorstellungen eines auf Filmbildung ausgerichteten Kompetenzerwerbs im Unterricht konkretisieren. Ein zentrales Anliegen der Tagung ist der Austausch zwischen den Kernfächern der Filmdidaktik: Deutsch, Geschichte, Fremdsprachen, Kunst und Musik. Außerdem sollen schulische und außerschulische Bildung zum Film stärker vernetzt werden.
Konzeption: Fachbereich »Didaktik des Deutschen und Neue Medien, Universität Bremen
Info + Anmeldung:
lab concepts, Tel. +49(0)228-249 81 10 • tagung(at)vomkinolernen.de
18. - 19. Januar 2009 im Haus der Wissenschaft Bremen
Die interdisziplinäre didaktische Tagung "Film als Teil schulischer Bildung" ist ausgebucht.
Interdisziplinäre didaktische Tagung: Film als Teil schulischer Bildung
15. – 19. Januar 2009
im Rahmen des
14. Internationalen Bremer Symposiums zum Film: Filmvermittlung
„Vom Kino lernen“
Das kulturelle Handlungsfeld „(Spiel-)film“ ist ohne Zweifel von mindestens ebenbürtiger Relevanz wie etwa Literatur und Theater oder Bildende Kunst. Es gibt sogar deutliche Hinweise dafür, dass es in seiner Bedeutung für den Prozess der kulturellen Selbstverständigung mittlerweile einen Spitzenplatz einnimmt. Die Beschäftigung mit Film fördert nachweislich die Kreativität. In Frankreich und England bereits Gegenstand des kulturellen Alltags setzt sich Filmvermittlung als Teil des Unterrichts an Schulen und Universitäten auch in Deutschland immer mehr durch. Den Grundstein dazu legte u.a. die 2003 von der Bundeszentrale für politische Bildung mitinitiierte und verabschiedete Filmkompetenzerklärung. Eine zentrale Forderung lautete: Der intensive und kontinuierliche Austausch zwischen den Filmhochschulen, den Universitäten und Schulen muss zum Pflichtprogramm gemacht werden.
Mit der Verbindung von filmwissenschaftlichen sowie praxisorientierten didaktischen Expertenvorträgen, Diskussionen und Workshops zur Filmkompetenz greift der Kongress „Vom Kino lernen" die Maßnahmenforderung der Filmkompetenzerklärung gezielt auf, um den in Deutschland bisher wenig gepflegten Austausch zwischen wissenschaftlichen Disziplinen sowie schulischer Bildungsarbeit in Bezug auf das Medium Film umzusetzen.
Die Hansestadt Bremen ist inzwischen einer der Vorreiter in Sachen Filmbildung: Am „Institut für Kunstwissenschaft und Kunstpädagogik“, am „Institut für Medien, Kommunikation, Information“ sowie im Fachbereich 10 „Sprach- und Literaturwissenschaften“ der Universität Bremen wird zur Filmbildung geforscht. Bremen ist eines der ersten Bundesländer, die ab Klasse 5 verbindlich die Behandlung eines Spielfilms pro Jahrgangsstufe im Fach Deutsch fordern. Das Kommunalkino Kino 46 sorgt mit seiner jährlichen Schulkinowoche und einer Filmreihe zum Zentralabitur Deutsch in Fachkreisen bundesweit für Aufmerksamkeit.
„Vom Kino lernen“ - Unter diesem Titel diskutieren vom 15. bis 19. Januar 2009 internationale Wissenschaftler, Filmexperten, Lehrer, Studenten und Interessierte in der Hansestadt neue methodische und didaktische Ansätze der Filmbildung. Veranstalter des Kongresses sind die Universität Bremen, das Kino 46 und die Bundeszentrale für politische Bildung.
Die interdisziplinäre didaktische Tagung: »Film als Teil schulischer Bildung« greift das Thema der Filmbildung schulbezogen auf. Vor dem Hintergrund fehlender didaktischer Konzepte zur schulischen Filmbildung und empirisch nachgewiesenen Wissensdefiziten deutscher Schülerinnen und Schüler bietet die Tagung Anknüpfungspunkte für eine international ausgerichtete, fächerübergreifende Auseinandersetzung mit Filmbildung in der schulischen Praxis. Dabei sollen derzeit zentrale offene Fragen vorläufige Antworten finden: Welchen didaktischen Stellenwert soll ein Filmkanon künftig bekommen? Wie kann Filmgeschichte einen ihr angemessenen Platz im Regelunterricht finden? Und auf welche Weise können die mit Filmbildung beschäftigten Fächer so vernetzt werden, dass alle Schüler am Ende ihrer Schullaufbahn zu kompetenten Teilhabern am kulturellen Handlungsfeld (Spiel-)Film werden.
Drei Schwerpunkte stehen dabei im Mittelpunkt: »Filmkanon als Teil der Filmgeschichte«, »Vermittlung von Filmtechnik im historischen Kontext« sowie »Filmästhetik im Spiegel der Filmgeschichte«. In moderierten Werkstätten können die Teilnehmer ihre fachdidaktischen Zugänge zum Thema erweitern und ihre Vorstellungen eines auf Filmbildung ausgerichteten Kompetenzerwerbs im Unterricht konkretisieren. Ein zentrales Anliegen der Tagung ist der Austausch zwischen den Kernfächern der Filmdidaktik: Deutsch, Geschichte, Fremdsprachen, Kunst und Musik. Außerdem sollen schulische und außerschulische Bildung zum Film stärker vernetzt werden. Tagungsort ist das Haus der Wissenschaft, ein historisches, gleichwohl hochmodernes Tagungsgebäude mitten im Herzen der Hansestadt.
PROGRAMM
Sonntag, 18. Januar 2009 | |
13:30 - 15:00 | Begrüßung (Olbers-Saal) |
15:00 - 15:15 | Kurzvorstellung des Tagungsprogramms Sektion I: Sektion II: Sektion III: Moderation: Susanne Helene Becker, Universität Bremen |
15:15 - 16:15 | Einführungsvortrag (Olbers-Saal) |
16:30 - 17:30 | Parallele Sektionen Sektion I Sektion II Sektion III |
17:30 - 17:45 | Kaffeepause |
17:45 - 18:45 | Parallele Sektionen Sektion I Sektion II Sektion III |
20:45 - 22:00 | Kinovorstellung „Der Student von Prag“ (D 1913) im Kino 46 mit musikalischer Begleitung von Ezzat Nashashibi |
Montag, 19. Januar 2009 | |
Praxisnahe Perspektiven zur Spielfilmvermittlung | |
09:30 - 12:30 | Parallele Werkstätten Sektion I Sektion II Sektion III |
12:30 - 14:00 | Mittagspause |
14:00 - 14:30 | Parallele Werkstätten: Vorbereitung des Podiums |
14:30 - 15:30 | Podium (Olbers-Saal) |
15:30 - 16:30 | Abschlussvortrag & Diskussion (Olbers-Saal) |

