Zum pädagogischen Potenzial kreativer Filmarbeit
Das spanische Schulfilmprojekt »Cinema en curs«
Die Kunst an sich muss nicht interessant sein, nicht einmal bedeutend. Die Bedeutung der Kunst liegt darin, lebendig zu sein, etwas zu sein, was unser Leben verändert – und somit auch uns. Und diese Fähigkeit macht Kunst zu einem wunderbaren Verbündeten für die Bildung. Davon ausgehend stellt sich eine grundlegende Frage: Wie kann man die Kunst in das Leben junger Menschen bringen? Vermutlich gibt es darauf keine Antwort. Doch im Laufe der jahrelangen Suche und Erfahrung mit Projekten ist A Bao A Qu auf Prinzipien und Begriffe gestoßen, die unsere Arbeit heute leiten: Experiment, Revolution, Kühnheit, Risiko, Begehren ... kurz gefasst: Kreativität.
»Cinema en curs« ist ein experimentelles Filmworkshop-Projekt, das in Zusammenarbeit mit der Cinémathèque Française (»Le cinéma, cent ans de jeunesse«; »Das Kino, hundert Jahre Jugend«) in Grundschulen und Gymnasien Kataloniens entwickelt wurde.
Der Vortrag konzentriert sich auf drei Aspekte von »Cinema en curs«: 1) Inwiefern prägen die genannten Prinzipien das Projekt und fördern seine Entwicklung? 2) Wo liegt das besondere pädagogische Potenzial des Films als Produkt kreativer Arbeit? 3) Welche Erfahrung gibt es mit diesem Ansatz in den Klassenzimmern? Was passiert, wenn das Kino in die Schulen kommt?
Núria Aidelman und Laia Colell leiten zusammen A Bao A Qu – einen Verein, der sich der Konzeption und Entwicklung pädagogischer Aktivitäten im Bereich der kreativen Filmarbeit widmet, z.B. »Cinema en curs«. Sie arbeiten unter anderem mit dem Centre de Cultura Contemporània de Barcelona, dem Centre George Pompidou in Paris und einer Reihe von Filmfestivals zusammen.
www.aspaiabaoaqu.org • www.cinemaencurs.org
SO 18.1. | 10:00 im Kino 46

