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Vom Kino lernen.
Das ABC des KinosThe ABCs of Cinema:

Das ABC des Kinos


Eine Bestandsaufnahme zur Filmvermittlung

Wenn man es zuspitzen wollte, so könnte man schreiben: Kino buchstabiert sich aus Mythos, Politik und Popkultur. Deshalb ist »die Sprache des Films« immer eine Metapher geblieben. Gleichwohl hält man daran fest – insbesondere in Vermittlungskontexten. Darin zeigt sich der legitime und fundamentale Wunsch, sich Filmerfahrung begreifbar zu machen. Weiter steckt darin die Vorstellung, dass man Film erlernen kann wie eine Sprache – und schließlich geht es um die Überzeugung, dass mit der Filmvermittlung in der Schule begonnen werden muss, wie mit dem ABC oder dem Einmaleins.

Kurzfilme:

Wie sich das Kino rächt
D 1912/13, Regie: Gustav Trautschold, 15:00 Min.
Professor Moralski, ein Kinoreformer, versucht die Öffentlichkeit gegen das Kino zu mobilisieren. Die Filmbranche plant, ihn mit den eigenen Mitteln zu Fall zu bringen.

Annem Sinema Örgeniyor
(Kinokurs für meine Mutter) T 2006, Regie: Nesimi Yetik, 3:25 Min., OmU
Ein junger türkischer Regisseur versucht seiner traditionsbewussten Mutter die Großen der Filmgeschichte nahe zu bringen.

Winfried Pauleit ist Professor an der Universität Bremen. Seine Arbeitsgebiete sind Filmwissenschaft, Medienästhetik und Kunstpädagogik. Veröffentlichungen: »Filmstandbilder. Passagen zwischen Kunst und Kino« (2004); »Das ABC des Kinos. Foto, Film, Neue Medien« (2008). Er ist Herausgeber der »Bremer Schriften zur Filmvermittlung «: Alain Bergala: »Kino als Kunst« (2006); »Filme sehen, Kino verstehen« (2008) (beide Bände hg. zus. mit Bettina Henzler), sowie Mitbegründer des Internetmagazins www.nachdemfilm.de.

www.kunst.uni-bremen.de

FR 16.1. | 10:00 im Kino 46