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Tagung
Vom Kino lernen.
Andante con moto quasi allegrettoAndante con moto quasi allegretto

Andante con moto quasi allegretto


Musikalität im Kino als (Um)Erziehung

Ich möchte das Kino als Ort einer éducation musicale besprechen. Nicht also ein sehendes Erfahren und Erkennen wird postuliert, sondern eine die Bilder überformende musikalische Erhebung und Bildung des Zuhörers jenseits der Repräsentation vorgestellt. Hierzu wird ausschließlich das tatsächliche Produzieren, Hervorbringen von Musik in Filmen betrachtet, also das performative Bild musikalischer Evidenzen in der Filmhandlung. Wie das Musikalische die Wahrnehmung ergreift, herausfordert und fortan ein Eigenleben im sinnlichen Begegnen und Erkennen von Welt führt, das wird der Vortrag zu Gehör bringen – damit das Kino um seine (oftmals vernachlässigte) klangvolle, klingende paideia aufwerten.

Marc Ries: Kultur- und Medientheoretiker, Promotion am Institut für Philosophie der Universität Wien; seit 1989 Lehre, Projekte und Publikationen im Bereich Medien, Kultur, Architektur und Kunst. 2006 bis 2009 Vertretungsprofessor für Medientheorie und Kunstgeschichte an der Hochschule für Graphik und Buchkunst Leipzig. Ausgewählte Publikationen: »Medienkulturen« (Wien 2002); Mitherausgabe: »DATING.21: Liebesorganisation und Verabredungskulturen « (Bielefeld 2007).

www.hgb-leipzig.de

FR 16.1. | 18:30 im Kino 46

Film zu dem Vortrag