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Filmdokumente zur ZeitgeschichteFilm Documents on History:

Filmdokumente zur Zeitgeschichte


Vermittlungsprogramme als Schnittstelle zwischen Grundlagenforschung und Öffentlichkeit

Ein Museum ist ein Ort, wo zu Studien-, Bildungs- und Unterhaltungszwecken materielle Zeugnisse von Menschen und ihrer Umwelt gesammelt, bewahrt, erforscht und ausgestellt werden. Aufgabe eines Film-Museums ist, neben der Vermittlung von Film als Kunst und Kulturtechnik auch, den Film als das wohl bedeutsamste zeithistorische Dokument des 20. Jahrhunderts zu erschließen.

In den letzten Jahren hat sich die Beschäftigung mit Film als einem »Agent der Geschichte« in der Wissenschaft weitgehend von einem rein empirischen, an Faktizität und »Wahrheitstreue « der (Film-)Quelle orientierten Ansatz gelöst. Zeitgleich ist – vor allem über die Verfügbarkeit von Filmdokumenten im Internet – ein gesteigertes öffentliches Interesse an nichtkanonischen Überlieferungen, an so genannten »ephemeren Filmen« (Industrie, Werbe-, und Amateurfilme sowie Wochenschauen) zu bemerken.

Im Vortrag werden Beispiele für die Vermittlungsarbeit des Österreichischen Filmmuseums und ausgewählter Partnerinstitutionen im Bereich »Filmdokumente zur Zeitgeschichte« vorgestellt sowie die Bedeutung solcher Veranstaltungen für die Schaffung einer kritischen und politisch sensibilisierten Öffentlichkeit diskutiert.

Michael Loebenstein ist Filmhistoriker und -vermittler, unter anderem freier Mitarbeiter des Österreichischen Filmmuseums (ÖFM); bis 2008 war er verantwortlich für die Vermittlungsund Forschungsprogramme des ÖFM. Er ist Co-Herausgeber verschiedener Publikationen des ÖFM, u.a. »Peter Tscherkassky« (2005), »Dziga Vertov. Die Vertov-Sammlung im Österreichischen Filmmuseum« (2006) sowie der DVDs »Entuziazm« und »Blind Husbands« (2006).

www.filmmuseum.at

SA 17.1. | 11:30 im Kino 46